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No. 1 Anja Strauch

Polaroids

Eröffnung: 26. Januar 2007, 19:00 Uhr

Ausstellungsdauer: 26. Januar bis 23. Februar 2007

 

Als Debüt präsentiert vierter stock Anja Strauch mit einer Polaroid Serie und ergänzender Sound-Installation. Thema ist der Winter in Berlin mit seinen Einflüssen auf das Gefühlsleben der Künstlerin. Die gezeigten Arbeiten sind Teil einer Serie und enstanden während des besonders eisigen Winters 2004/2005. Dementsprechend erzeugen sie eine Atmosphäre von Kälte, Einsamkeit, Trauer, Angst und Selbstzerstörung. Sie zeigen aber auch Aufrichtigkeit und den Versuch von Selbstreflektion. Das Polaroid als Medium der Darstellung dient der Abbildung von Emotionen und bringt sowohl Einzigartigkeit als auch Flüchtigkeit zum Ausdruck. Besonders letzteres versetzt den Betrachter in eine Situation der Ungewissheit. Realität und Fiktion verschmelzen untrennbar miteinander, es kommen Fragen über über Identität und Sein auf, wie sie auch die Künstlerin für sich gestellt hat.

 

Neben der Ausstellung wird zu Beginn der Eröffnung die in Berlin lebende Schriftstellerin Kerstin Parlow unter anderem Schwarze Möwen über Nacht lesen. Die 1971 geborene Autorin und Fotografin lässt sich keinem bekannten Genre eindeutig zuordnen. Ihre Texte  changieren überwiegend zwischen Lyrik und Prosa. Zudem sind sie geprägt von bildhafter Leichtigkeit aber ebenso mutiger, radikaler Schilderung und Offenlegung eigener emotionaler Zustände, die dem Zuhörer eine ungewöhnliche Projektionsfläche eigener Gefühle bietet.