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No. 4 Abraham Pazos

Neljäs Kerros

Eröffnung: Freitag, 26. Oktober 2007, um 20 Uhr

Ausstellungsdauer: 27. Oktober bis 25 November 2007

 

Nach einer ausgedehnten Sommerpause lädt vierter stock am 26.10.2007 zu einem neuen Leckerbissen:  Fotografien von Abraham Pazos. Der von Mallorca stammende 32 jährige Künstler lebt seit vielen Jahren in Deutschland. Im Rahmen kleinerer Ausstellungen im Raum Berlin konnte er bereits mit seinen Werken überzeugen. In vierter stock präsentiert er nun seine neuesten Arbeiten. Darüber hinaus zeigt der Künstler experimentelle Foto-Arbeiten, die durch die Räumlichkeiten von vierter stock inspiriert wurden und dort entstanden. Eine Klanginstallation wird einen Teil der Ausstellung ergänzen.

 

Landschaften ist der vielleicht passendste Begriff, der auf Pazos‘ Werke zutrifft. Dabei handelt es sich zum Teil tatsächlich um Landschaftsaufnahmen, die unter anderem in den Weiten der finnischen Natur entstanden. Jedoch handelt es sich nicht um einfache Natur-Aufnahmen. Es ist die direkte Verbindung zur Zivilisation, die Pazos‘ einfängt und mit ihr den Betrachter in Faszination versetzt. So erinnert etwa ein im Flussbett liegender meterhoher und quadratische Felsbrocken unweigerlich an einen rollenden Würfel des "Sic Bo" im glamourösen Großstadtkasino. Es findet sich in nahezu jedem „Landschaftsbild“ der direkte oder indirekte Bezug zum urbanen Ballungsraum. Auf geschickte Weise kehrt Pazos die Wahrnehmung des Betrachters dann um.  Aufnahmen aus dem Herzen dieser Zivilisationszentren, die ebenfalls im Rahmen der Ausstellung gezeigt werden, wirken plötzlich wie Orte in der unberührten Natur. Objekte, die nur in Städten oder deren direkter Umgebung anzutreffen sind, stellt Pazos in eigenartiger, ja sogar komischer Sinnlosigkeit dar. Er löst sie aus dem zivilisatorischen Zusammenhang und ordnet sie der Natur zu.


Es ist also die Verbindung zwischen Natur und Zivilisation, die der Künstler in seinen Werken thematisiert. Einerseits die Natur, die in ihrer Existenz und ihren Formen ständig an das vom Menschen geschaffene erinnert. Andererseits der Mensch und dessen Wirken, das zwar meist unnatürlich erscheint, jedoch unweigerlich und in jeder Form Teil der Natur ist.

 

 

 

Links: Abraham Pazos: Stop driving, start walkin, 2006 - Mitte: Abraham Pazos: Heavy Dice (Helsinki) 2007; Rechts: Abraham Pazos, Hiekkalaatikko, 2007

Alle Bilder © Abraham Pazos